Felix Scharstein

felix scharsteinFelix Scharstein
Fidicinstr. 40, 2.Hof, hinten links 1.OG
www.scharstein.de

 

Fraktale Mechanik und andere Maschinen

Farnblätter, bestimmte Schneckenhäuser oder die Kohlsorte Romanesco: In der Natur finden sich immer wieder Formen, die sich in ständiger Verkleinerung (oder Vergrößerung) wiederholen. Diese sogenannte Selbstähnlichkeit wird in der Mathematik vom Bereich der fraktalen Geometrie untersucht; auch zahlreiche Künstler und Graphiker (etwa M. C. Escher) waren und sind von diesem Phänomen fasziniert.

Umso erstaunlicher scheint es, dass es bisher keine Beispiele gibt, bei denen selbstähnliche Formen im Bauplan einer Maschine integriert sind. Der filigranen Schönheit selbstähnlicher Gebilde spürt Felix Scharstein (Jahrgang 1966) in seinen verspielten, poetisch rätselhaften Maschinen nach. In seinen Objekten verbindet er auf überraschende Weise natürliche Formensprache und technische Anwendung und löst so den Gegensatz zwischen diesen beiden Welten auf.

Seine Vielseitigkeit und kreative Phantasie stellt Felix Scharstein seit vielen Jahren in der Arbeit für Museen und Science Center unter Beweis, für die er Maschinen und Exponate zu den unterschiedlichsten Themen konstruiert. Im Rahmen dieser Ausstellung präsentiert er nun erstmals auch eigene Maschinen. Dabei gelingt es ihm, auch technisch-trocken anmutende Themen wie Binärzähler und mechanische Signale in lebendige und ästhetische Objekte zu verwandeln.